08.12.2014

SPIEGEL-TV-Bericht über Denis Cuspert


Denis Cuspert, vormals als Gangsta-Rapper "Deso Dogg" in Berlin-Kreuzberg unterwegs, gilt nun unter dem Kampfnamen Abu Talha al-Almani als einer der führenden Propaganda-Köpfe des "Islamischen Staats". Vor allem wird das ehemalige Mitglied des hierzulande verbotenen Millatu-Ibrahim-Netzes als Wegbereiter und treibende Kraft hinter der westlich orientiertem und speziell deutsprachigen Propaganda des "Kalifats" eingeschätzt. In Werbevideos des IS ist Cuspert selbst immer wieder aufgetreten und war zuletzt Anfang November in einem Anti-IS-Gräuel-Clip zu sehen, der ihn mit Massakern in der syrischen Provinz Deir al-Sor in Verbindung bringt.



Nachdem der SPIEGEL in seiner Ausgabe 47 (17. November) dieses Jahres in der Titelgeschichte um den "Dschihad-Kult" neben anderen Jihadisten aus Deutschland Cuspert porträtierte, ist nun auf SPIEGEL TV der entsprechende Beitrag dazu zu sehen.

SPIEGEL-Print- wie -TV-Bericht stützen sich übrigens - wie andere Beiträge zu und über Cuspert - auf eine "Lageanalyse" zu Cuspert des Berliner Verfassungsschutzes, die der Innensenator seit Anfang September als PDF HIER zur Verfügung stellt.

Den fast 8-minütigen SPIEGEL-TV-Beitrag finden Sie HIER.

zyw

21.11.2014

Kriterienkatalog: Was kennzeichnet (Hass- u. Hetz-)Propagandavideos?


Das Neue Potsdamer Toleranzedikt e.V. hat die Kampagne "Die Erben der Rose"(unter dem Motto: Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen") gestartet - die bundesweit erste Kampagne gegen die Verbreitung von Hass-Propaganda in den sozialen Netzwerken. Unterstütz von einer Vielzahl an PolitikerInnen und gefördert u.a. durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, möchte sie Nutzer von Facebook & Co. auffordern, "sich nicht zum Handlanger viraler Hetze im Netz machen zu lassen."

Für den Webauftritt, der auch Fallbeispiele bietet, habe ich einen kommentierten Merkmalskatalog erstellt, der in entsprechend redaktionell bearbeiteter Form unter der Rubrik "Was ist Hass-Propaganda?" zu finden ist. Relevant ist dieser natürlich auch für jegliche Form der filmischen Propganda, auch die außerhalb des Netzes.

Den ausführlichen kommentierten Text dazu, der einen Überblick wie auch eine Handreichung für eine systematische Untersuchung darstellen soll, finden Sie mit freundlicher Erlaubnis des Neuen Potsdamer Toleranzedikts e.V. HIER als pdf-Datei zum Herunterladen. Der Text darf unter Nennung der Quelle und des Autors sowie mit Hinweis auf die Kampagne „Die Erben der Rose“ (www.stoppt-hasspropagand.de) ohne Änderung für nichtkommerzielle Zwecke ganz oder in Auszügen weiterverbreitet werden.

(zyw)

17.11.2014

Tipp: "Benutzerfreundliche Grausamkeit" (DRadio Kultur)

Erneut wurde eine US-Geisel des IS enthauptet, wieder gibt es ein Video dazu. Und einmal mehr wird u.a. in den Web-Kommentaren gefragt (bzw. großmundig selbst die Antwort geliefert): Macht man sich nicht mit den Propagandisten gemein, wenn man darüber berichtet? Sind wir nicht "irgendwie" mitschuldig daran, weil wir all die ästhetischen Möglichkeiten u. Standards (Inszenierung "wie in Hollywood"), überhaupt ja auch das Internet geliefert haben?
 

Zeit, den 7-minütigen Breitband-Beitrag (DRadio Kultur) mit dem provokanten Titel Benutzerfreundliche Grausamkeit. Die medialen Aktivitäten des Islamischen Staat anzuhören, in dem Schriftsteller Clemens J. Setz, der sich in seinem ZEIT-Artikel "Das grelle Herz der Finsternis" (Nr. 40/2014) im September mit der IS-Webpropaganda befasste, dazu klar Stellung bezieht. Auch was die westliche Intellektuellen-Lust an Selbstbezichtigungen anbelangt.